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Goethe-Gesellschaft Heidelberg e.V.

Goethes Farbenlehre

Weniger- bekannt und geschätzt als seine Dichtung ist Goethe's Farbenlehre (1810). Sie ist mit 1400 Seiten jedoch sein umfangreichstes Werk.

Uber das Licht und die Farben hatte Goethe eine ganzheitliche Auffassung; für ihn umfaßten die Farbphänomene alles, was der menschlichen Sinneswahrnehmung farbig erscheint. Mit dem Thema befaßte sich Goethe intensiv von 1790 - 1832.

Das Werk "Zur Farbenlehre" besteht aus drei Hauptteilen: Dem "Didaktischen Teil", dem "Polemischen Teil", sowie den "Materialien zur Geschichte der Farbenlehre" Der Didaktische Teil ist in sechs Abteilungen gegliedert. Die ersten drei Abteilungen befassen sich mit den physiologischen und physischen Farben, die "flüchtigen" Charakter besitzen, sowie mit den chemischen Farben, die hingegen dauerhaft und dem Gegenstand gehörig sind.

Goethe's Anliegen war es, das Phänomen der Farben zu begreifen. Er schreibt 1788 in Rom:

Ich sehe, daß ich mit einiger Übung und anhaltendem Nachdenken auch diesen schönen Genuß der Weltoberfläche mir werde zueignen können.

Goethe's Nachdenken über die Farben wird in der Vierten Abteilung seiner "Farbenlehre" mit dem Titel "Allgemeine Ansichten nach Innen" von ihm zusammengefaßt. In der Fünften Abteilung "Nachbarliche Verhältnisse" versucht Goethe, die Ergebnisse der Farbenlehre mit anderen Disziplinen, wie Philosophie, Physik, Mathematik, Färberei zu verbinden.

In der Sechsten Abteilung der "Farbenlehre" behandelt er die Wirkungen der Farben auf den beobachtenden Menschen und auf sein moralisches Handeln als "Sinnlich-Sittliche Wirkung".



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